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Wieso hast du Schlafstörungen?


Heute möchte ich dich zu einem Perspektivwechsel einladen. Und zwar möchte ich mit dir darüber sprechen, wie du deine Schlaflosigkeit mal von einer ganz anderen Seite betrachten kannst.


Nämlich nicht mehr nur als einen Störenfried, eine immense Belastung oder eine Qual, sondern als eine Botschaft deines Körpers und sogar als Chance für dich. Am Ende kann es vielleicht auch für dich noch etwas Gutes haben, dass du auf dieses Problem gestoßen bist.


Das geht nicht? Lies einfach mal weiter 😉


Wenn du erst mal skeptisch bist und sich das für dich nicht gut anhört, kann ich es übrigens total nachvollziehen.


Es ist natürlich so, dass Schlafmangel anstrengend ist, das will ich nicht beschönigen. Es ist nicht umsonst eine Foltermethode und es gibt Weniges im Leben, was uns so lahm legt und einschränkt. Das Leben erscheint mühsam, deprimierend und ungerecht, wenn wir übermüdet sind. Doch trotz allem sind Schlafprobleme in der Regel weder tödlich, noch unwiderruflich und schon gar nicht so dauerhaft beeinträchtigend für unser Wohlbefinden wie viele andere Krankheiten es sein können.


Über viele Krankheiten, wie z.B. eine Erkältung, setzen wir uns schnellstmöglich hinweg obwohl unser Körper uns sagt, dass wir Ruhe brauchen und unser Immunsystem nicht mehr fit ist. Wir geben uns nicht die nötige Erholungszeit. Schlaflosigkeit aber zwingt uns zum Innehalten. Nichts kann uns so sehr ausbremsen wie fehlender Schlaf. Sich über fehlenden Schlaf hinwegsetzen und trotz Müdigkeit seinem gewohnten Alltagspensum hinterherzukommen, schaffen auf Dauer die Wenigsten.


Du hast es selbst in der Hand, ob du deine Schlafprobleme ernst nimmst. Es gibt viele Menschen, die sich tatsächlich damit abfinden, schlechte Schläfer zu sein. Die sich sagen, dass es schon so lange so ist und sie sich eben damit abfinden müssen.


Dann gibt es natürlich auch die Menschen, die sehr, sehr viel tun, um wieder schlafen zu können. Sie suchen Ärzte, Therapeuten und Entspannungskurse auf und würden einfach alles tun und befolgen, um wieder schlafen zu können. Sie suchen Hilfe im Außen, was dann leider oft in der Einnahme von Tabletten endet – die langfristig auch nicht zuverlässig helfen.


Doch wer hat sich schon einmal gefragt, was der Körper mit der Schlaflosigkeit sagen will?

Wenn Schlaf doch so wichtig für ihn ist wie Essen, Trinken und Atmen, wieso entzieht er uns den Schlaf dann mutwillig?


Vielleicht, weil dein Körper dir etwas Wichtiges sagen will! Und er sagt zu dir:

HALLO! STOPP BITTE! So geht es nicht weiter! Hier stimmt was nicht! Bitte kümmere dich um mich!


Doch viel zu oft hören wir die Botschaft einfach nicht. Oder wollen wir sie nicht hören. Bei mir war das auf jeden Fall so. Ich wollte einfach, dass mein Körper weiter funktioniert wie ich es gewohnt war und suchte die Ursachen ausschließlich im Außen.


Heute betrachte ich es so:

Schlaf ist ein natürliches Bedürfnis des Körpers. Will er nicht mehr gelingen, so zeigt dir dein Körper, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Wenn es nicht an körperlichen Ursachen liegt (was du immer bei deinem Hausarzt abchecken lassen solltest), dann kann es gut sein, dass du nicht im Einklang mit deinen persönlichen Bedürfnissen, Werten und Wünschen lebst. Du bist außer Balance, dein Leben ist nicht im Fluss. Du folgst nicht mehr deinem inneren Kompass, sondern läufst in die falsche Richtung.


Für mich ist die Qualität meines Schlafes inzwischen wie ein innerer Kompass. Ein Kompass, der mir anzeigt, ob ich mich noch in die richtige Richtung bewege. Was für dich die richtige Richtung ist, ist natürlich ganz individuell und hängt mit deinen persönlichen Zielen, Träumen, Wünschen und Bedürfnissen zusammen.


Doch trotzdem haben wir wahrscheinlich alle eine Richtung in die unser Leben läuft und eine Richtung in die wir gerne laufen würden – im optimalen Fall passen beide zusammen. Aber so oft bewegen sich diese beiden Wege immer mehr auseinander. Wenn die Richtungen zu gegensätzlich sind und durch verschiedene Einflüsse abgelenkt wird, dann spielt die Kompassnadel verrückt und kann keine klare Richtung mehr vorgeben. Es kann gut sein, dass dein Schlaf dann genauso verrückt spielt und dir so ganz klar zeigt, dass etwas dich gerade belastet, beschäftigt und dich durcheinander bringt. Dir ist nur noch nicht bewusst, was es ist!


Nur wir bringen wir unser Leben und unseren Schlaf wieder auf die richtige Spur? Wie erkennen wir, was es ist, dass unseren Kompass durcheinander bringt? Was dazu geführt hat, dass wir nicht mehr zur Ruhe kommen?


Was sich immer lohnt, ist, sich auf die Suche nach der Ursache zu machen. Vielleicht gibt dir das schon einen guten Startpunkt dafür, wo etwas durcheinandergeraten ist. Hierzu kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • Seit wann schläfst du schlecht und viel zu wenig? Wann hat es begonnen?

  • Was war der Auslöser für deinen schlechten Schlaf?

  • Was ist damals passiert?

  • Wie hast du dich damals gefühlt?

  • Was hast du gedacht?

  • Was hat sich damals bzw. seitdem verändert?

  • Und vor allem: Existiert dieser Auslöser in deinem Leben noch heute?

Vielleicht denkst du, dass sich gar nichts verändert hat. Manchmal ist es aber so, dass wir gar nicht mehr merken, dass wir nicht mehr im Einklang mit uns selbst sind. Es ist vielleicht immer wieder ein kleiner Tropfen, der das Fass schließlich zum Überlaufen bringt.


Wenn du meinst, deine Schlafprobleme haben nichts mehr mit dem Auslöser zu tun oder du den Auslöser nicht kennst, dann konzentriere dich einmal auf heute:

  • Was macht dir Stress?

  • Wobei fühlst du dich gut? Wobei fühlst du dich schlecht?

  • Hast du dich in letzter Zeit schon mal gefragt, ob du das, was du täglich tust, wie du lebst, wie du dich anderen Menschen gegenüber verhältst, wie du dich selbst behandelst, eigentlich richtig und gut findest?

  • Was soll aus deinem Leben verschwinden? Was wünschst du dir hinzu?

  • Wenn du dich an niemandem orientieren könntest und machen oder sein könntest, wie du willst, wie möchtest du sein?

  • Wie möchtest du leben?

Sehr oft tun wir bestimmte Dinge, weil sie von uns erwartet werden oder, weil wir glauben, dass sie von uns erwartet werden. Wir tun es, weil es alle so machen und weil wir es so gelernt haben, weil wir es schon immer so gemacht haben. Alles ohne es zu hinterfragen. Ohne zu merken, dass es für uns persönlich nicht (mehr) passt.


Aus meiner Sicht hast du folgende drei Möglichkeiten mit deinem Schlafproblem umzugehen:

  1. Du bist weiterhin erschöpft und frustriert und gestaltest dein Leben um den Schlaf herum, machst also nur das, was dir aufgrund des fehlendes Schlafes noch möglich ist.

  2. Du versuchst den Schlaf mit Alkohol oder Medikamenten zu kontrollieren.

  3. Du fängst an, dich ernsthaft mit deinen Schlafproblemen zu beschäftigen und richtest deinen Lebenskompass neu aus.

Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du dich für die dritte Variante entscheidest. Bitte übernimm selbst Verantwortung für dich und dein Leben. Schau nicht einfach weg oder verinnerliche Sätze wie „ich bin einfach ein schlechter Schläfer“. Bitte arrangiere dich nicht länger mit der Situation wie sie ist. Hör auf, deinen Körper mit Tabletten zu bekämpfen. Sondern mach dir die Mühe und schau genau hin. Hör deinem Körper zu. So kannst du am Ende vielleicht sogar einen Gewinn aus dieser schwierigen Phase ziehen und dein Leben erfüllter, glücklicher und leichter gestalten als es vorher war.


Alles Liebe 💕

Janina

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