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Adios Perfektionismus!


Du kennst vielleicht folgende Situation:

Am Wochenende hat sich Besuch zu Hause bei dir angekündigt. Du freust dich sehr darauf, da ihr euch schon lange nicht gesehen habt. Am Mittwoch fängst du an, dir zu überlegen, was du zu essen machen könntest. Dabei wird dir bewusst, dass du auch kaum noch etwas zu trinken zu Hause hast, das du deinen Gästen anbieten kannst. Also geht es nach der Arbeit zum Einkaufen. Als du zu Hause deine Einkäufe verstaust, fällt dir auf, wie dreckig dein Kühlschrank ist. Also fängst du an ihn auszuwischen - könnte ja sein, dass einer der Gäste sich selbst bedient. Für den nächsten Tag vor, gleich die ganze Wohnung noch einmal gründlich sauber zu machen und aufzuräumen. Nachdem du am Freitag den Kuchen gebacken hast, fällt dir ein, dass einer der Gäste kein Gluten verträgt. Also musst du noch einmal in den Supermarkt. Am Samstag bist du schon Stunden bevor deine Gäste eintreffen, am wirbeln, dekorieren und vorbereiten - es sollen sich ja schließlich alle wohl fühlen und es soll richtig schön werden. Als deine Gäste schließlich alle da sind, bist du total erledigt und gestresst. Dabei wolltest du doch einfach nur Spaß und eine schöne Zeit mit ihnen!


Ganz so stressig ist es für dich hoffentlich nicht, wenn sich Besuch ankündigt. 😊


Was ich mit diesem Beispiel sagen möchte ist: Wenn du es immer besonders gut machen möchtest, ja es sogar perfekt haben möchtest, dann wird dein Leben immer unglaublich anstrengend sein. Du wirst wahrscheinlich in sehr vielen Lebensbereichen gestresst sein. Und gleichzeitig wirst du nie richtig zufrieden sein, weil es immer noch besser, noch optimaler ginge. Du wirst nie ans Ziel kommen!


Denn wer sagt, was perfekt ist? Es gibt ja schließlich keinen Perfektionismus-Minister, der die Goldstandards festlegt. 😉





Es geht immer mehr, immer besser....ist ja auch eigentlich klar, denn wir und alle anderen, unsere Umwelt entwickeln sich ständig weiter und lernen aus unseren Erfahrungen. Es liegt in unserer Natur Dinge zu optimieren und zu verbessern. Nur so hat der Mensch so lange überlebt und sich weiterentwickelt.


Doch was steckt eigentlich dahinter, dass wir es perfekt machen wollen?


Ganz einfach: Angst.

Wir alle können nur überleben, wenn wir von anderen angenommen und geliebt werden. Wir sind so bedacht darauf, alles tun, um das zu erreichen. Wir sehnen uns danach anerkannt, gelobt, gemocht zu werden. Dafür gehen wir über unsere gesunden Grenzen.


Wir haben so viel Angst vor Fehlern, Kritik und Ablehnung, weil wir irgendwann gelernt haben, dass dies unangenehm oder sogar schmerzhaft ist, dass wir alles tun, um es zu vermeiden.


Durch Perfektionismus wollen wir die Angst kontrollieren. Es gibt uns fiktive Sicherheit.


Doch je früher wir einsehen, dass es diese Sicherheit nicht gibt und dass wir stattdessen lernen müssen, mit der Unsicherheit zu leben, desto entspannter wird unser Leben.


Du kämpfst sonst gleich zwei aussichtslose Kämpfe: Du kannst das Leben nicht kontrollieren und perfekt gibt es auch nicht!


Für jeden bedeutet perfekt oder sogar "nur" gut etwas Anderes. Egal, wie sehr du dich bemühst, es wird jemanden geben, dem es nicht reicht oder recht ist. Und es wird viel zu oft etwas passieren, mit dem du nicht gerechnet hast und mit dem du nicht einverstanden bist.


Arbeite daran, immer mehr loszulassen und es einfach mal gut sein zu lassen. Verausgabe dich nicht ständig, sondern schalte mal einen Gang zurück. Gib öfter mal nur 80% anstatt 120%. Sag dir immer öfter: "Ich mach das jetzt einfach so! So ist es gut."


Ich weiß, dass ist nicht leicht. Du weißt ja, du könntest es besser. Doch wofür? Um welchen Preis? Glaubst du wirklich, deine Gäste kommen nur zu dir, weil du die perfekte Gastgeberin bist? Werden sie jemals bemerken, dass du sogar deinen Kühlschrank grundgereinigt hast? Wahrscheinlich nicht....


Überlege dir gut, wie du deine Kräfte einteilst. Es wird Situationen geben, die deine 120% rechtfertigen und brauchen. Aber es wird so viel mehr Situationen geben, die mit weniger Anstrengung genauso gut laufen.


Was hat das für Vorteile für dich, dein Leben und deinen Schlaf?

  • Du hast viel mehr Energie

  • Du bist viel entspannter

  • Du hast mehr Zeit für schöne Dinge

  • Du wirst spontaner, weil du Zeit übrig hast

  • Du lernst immer mehr, loszulassen

  • Du bist nachsichtiger mit dir und mit anderen

  • Du wirst für das geliebt, was du bist und nicht für deine perfekte Fassade

Du hast immer die Wahl, selbst zu entscheiden, wie du dich verhalten möchtest. Sicher, es ist eine Übungssache. Aber dafür bist da ja hier. Versuch es doch beim nächsten Mal.


Alles Liebe 💕

Janina



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